Der diesjährige Korso „Kidical Mass“, zu dem alle Menschen mit Fahrrad, Laufrad, Tretroller, Inline-Skatern, Skateboards und Co. eingeladen sind, startet um 10 Uhr in der Kirchenstraße Richtung Süden.
Karte: OpenStreetMap und Mitwirkende
Der Aufzug führt durch die Kührener Straße, den Lohmühlenweg und die Bahnunterführung am Hufenweg.
Hintergründe für die Route: Wir möchten, dass die nördliche Kührener Straße fahrradfreundlich umgebaut wird, An der Kita „Die Wühlmäuse“ in der südlichen Kührener Straße soll endlich Tempo 30 gelten, wie an allen anderen Kitas in Preetz auch (unser Antrag wurde abgelehnt). An der Friedrich-Ebert-Grundschule im Lohmühlenweg müssen Elterntaxis dauerhaft verbannt werden, die Situation dort ist nach wie vor eine Katastrophe. Außerdem fordern wir eine Umgestaltung im Kreuzungsbereich Hufenweg, denn hier befindet sich ein bekannter Unfallschwerpunkt.
Der Korso ist als Demo angemeldet, die Polizei begleitet uns und wir fahren langsam, damit auch kleine Kinder teilnehmen können.
Die Engstelle in der nördlichen Kührener Straße ist ohne Frage die problematischste Stelle für den Rad- und Schulverkehr in Preetz. Nun plant der Kreis im Rahmen der Sanierung den fahrrad- und fußgänger*innenfreundlichen Umbau. Doch gemäß der Entwurfsplanung ist die Einrichtung von schmalen Fahrrad-Schutzstreifen vorgesehen – genau in derselben Breite wie in der Wakendorfer Straße. Jedoch wird die Wakendorfer Straße gleich nach der nördlichen Kührener Straße als gefährlich für Radfahrer*innen wahrgenommen und auch bei Autofahrer*innen sind die Schutzstreifen äußerst unbeliebt.
Die Kührener Straße soll fahrradfreundlich umgebaut werden – das geht nur mit einem Verzicht auf „Schutzstreifen“
Wir haben uns mit dem Problem beschäftigt und nachgemessen. Mit Hilfe sogenannter „OpenBikeSensoren“, gefördert von der Dr. Joachim und Hanna Schmidt Stiftung für Umwelt und Verkehr, haben wir von verschiedenen Fahrrädern aus den Abstand zu überholenden Autos gemessen. Dieser ist seit einigen Jahren in der Straßenverkehrsordnung festgelegt und muss innerorts mindestens 1,5 m betragen. Leider zeigen die Messungen, dass sich viele Autofahrer*innen in der Wakendorfer Straße nicht daran halten, obwohl die Straße ausreichend Platz bietet. Interessanterweise finden sich ähnliche Zahlen in folgenden Studien selbst bei breiteren Schutzstreifen – unseres Wissens die einzigen Veröffentlichungen mit bemerkenswertem Stichprobenumfang zum Thema Überholabstand an Schutzstreifen auf wissenschaftlicher Datengrundlage:
Orientieren sich viele Autofahrer*innen gar an der Linie des Schutzstreifens und werden so näher an die Radfahrer*innen geführt? Unabhängig von der Ursache zeigen die objektiven Messergebnisse eines ganz klar: Auf „Schutzstreifen“ sollte zukünftig verzichtet werden, denn diese erweisen Radfahrer*innen einen Bärendienst und führen zu geringen und somit gefährlichen Überholabständen.
Wir werden uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bei der Stadt und dem Kreis Plön dafür einsetzen, dass die Schutzstreifen aus der Planung verschwinden – damit die Gefahrenstelle in der nördlichen Kührener Straße endlich wirklich abgemildert wird.
Kinder sollen sicher zu Fuß, mit Tretroller oder Fahrrad den Schulweg meistern können – da sind sich Eltern, Politik, Polizei und Schulen einig. Das Verkehrschaos vor der Friedrich-Ebert-Schule im Lohmühlenweg zeigt ein anders Bild. Durch Elterntaxis kommt es rund um Schulbeginn und -ende im Lohmühlenweg zu gefährlichen Situation – die Straße ist einfach viel zu schmal für die vielen Autos in so kurzer Zeit, die vor der Schule halten, wenden und in zweiter Reihe, an Übergängen und auf Gehwegen parken.
Dass dringend etwas passieren muss ist der Stadt Preetz bewusst. Nicht umsonst hat die Schulwegeplanung im Mobilitätskonzept der Stadt die höchste Priorität erhalten. Einige gute Maßnahmen wurden bereits umgesetzt, beispielsweise in Form von Fahrbahnmarkierungen und einem Poller. Ab November stehen außerdem zwei Elterntaxi-Haltestellen zur Verfügung und der Schulbus wird in die Kührener Straße verlegt.
An der Elterntaxi-Situation ändert all das nur wenig. Deshalb demonstrieren wir – wie im letzten Jahr – für eine Schulstraße an der Friedrich-Ebert-Schule. Vom 1.-3. November werden Elterntaxis aus dem nördlichen Lohmühlenweg verbannt. Zu diesem Zwecke wird der nördliche Lohmühlenweg im Rahmen einer beim Kreis Plön angemeldeten und genehmigten Demonstration jeweils morgens zwischen 7:20 und 8:00 Uhr für den Kfz-Verkehr (Elterntaxis) gesperrt.
Wir laden alle Preetzer*innen ein, sich selbst ein Bild davon zu machen, wie die Grundschulkinder an diesen Tagen zumindest auf den letzten Metern sicher und entspannt die Schule erreichen können.
Nachdem am Zebrastreifen am Fachmarkzentrum im Januar ein Kind von einer unaufmerksamen Autofahrerin lebensgefährlich verletzt. wurde, hatten wir uns gemeinsam mit dem NABU Preetz-Probstei für Schutzmaßnahmen stark gemacht. In den Sommerferien wurde daraufhin eine großflächige Rotmarkierung aufgebracht – Danke, Stadt Preetz, für die rasche und mustergültige Umsetzung, die sicherlich die Aufmerksamkeit der Autofahrer*innen steigern und so für mehr Sicherheit sorgen wird.
Die neue Rotmarkierung am Zebrastreifen am Fachmarkzentrum sorgt für mehr Aufmerksamkeit.
Gemeinsam mit Bürger*innen sollen an für den Fuß- und Radverkehr schwierigen Stellen in Preetz Daten zum Verkehrsaufkommen und zum Überholabstand zu Radfahrenden gesammelt werden. Auf Grundlage der Daten sollen gemeinsam mit der Stadt Preetz passgenaue, kurzfristig umsetzbare Lösungen erarbeitet werden. Schwerpunktmäßig sollen so für die Kinder- und Schulwegesicherheit relevante Stellen entschärft werden. Nun wurden die ersten Verkehrszählgeräte an den Schulstandorten, die große Probleme mit Elterntaxis haben, installiert: in der Nähe der Friedrich-Ebert-Grundschule im Lohmühlenweg (zum Elterntaxis-Problem gibt es hier mehr Infos) und im Castöhlenweg, der die Hauptzugwegung für das Friedrich-Schiller-Gymnasium und die Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule darstellt. Die Daten können jederzeit aktuell auf folgender Karte angeschaut werden.
Die vielbefahrene Kührener Straße stellt eine Barriere für Kinder dar.
Die südliche Kührener Straße ist eine der vielbefahrensten Straßen in Preetz und stellt auch aufgrund des stetig steigenden Verkehrsaufkommens eine zunehmende Barriere für Kinder im Bereich Preetz-Süd dar. Wesentlicher Grund hierfür ist, dass sich im Bereich nur zwei Querungshilfen befinden. Dieser Mangel an Querungshilfen sollte mittelfristig behoben werden. Zwischenzeitlich sollte die Sicherheit für Kinder durch Rotmarkierung der Furten (Einfahrten) und Aufhebung der Benutzungspflicht für Radfahrer*innen erhöht werden.
Wir haben gemeinsam mit dem NABU Preetz-Probstei und der ADFC Kreisgruppe Plön dem zuständigen Ausschuss für Infrastruktur und Mobiliät mit folgendem Schreiben diese Schutzmaßnahmen vorgeschlagen:
350 Radler*innen setzen auf der B76 ein Zeichen für eine bessere Radinfrastruktur und eine Nordtangente, damit auch Menschen auf dem Rad schnell vom Nordosten in den Nordwesten gelangen können – vor allem aber hat es richtig Spaß gemacht, gemeinsam sicher und komfortabel durch Preetz zu radeln.
Auch das Fahrrad- und Umweltfest war mit rund 1.500 Besucher*innen ein Riesenerfolg – wir freuen uns schon auf das nächste Jahr und danken allen Mitwirkenden herzlich für ihren Beitrag!
Die Kidical Mass 2023 wird etwas ganz besonderes! Wir möchten mit Euch ein aufregendes und buntes Fahrrad- und Umweltfest feiern. Es warten spektakuläre BMX-Shows, Lastenräder, E-Bikes und Bambusräder zum Probefahren, zahlreiche Infostände rund um nachhaltige Mobilität, Klima- und Umweltschutz, Matthias Meyer-Göllner und die Zappelbande und vieles mehr. Als besondere Überraschung haben wir einen riesigen Pumptrack im Gepäck, der einen ganzen Monat stehen bleibt – für den ultimativen Preetzer Fahrradsommer. Und natürlich radeln, rollern und skaten wir auch wieder eine Stunde lang als Fahrrad-Korso kreuz und quer durch Preetz – auf den großen Straßen und auf der B76, wo sonst nur die Autos fahren dürfen. Hier gibt es mehr Infos zum Umweltfest und hier gibt es alles rund um den Korso über die B76.
Wer Lust hat zu helfen kann sich gerne unter info (at) kidical-mass-preetz.de melden. Außerdem freuen wir uns noch über Spenden. Nutzt dazu gerne unsere betterplace.org Seite:
Der Preetzer Pumptrack wird beim Fahrrad- und Umweltfest am 21. Mai eröffnet – und bleibt dann einen Monat lang stehen. Täglich von 8 bis 22 Uhr steht er jeder und jedem frei zur Verfügung (an Schultagen von 8 bis 12 Uhr für Schulklassen, Kita- und Tageskindergruppen nach Reservierung).